Viele kleine Dörfer, Siedlungen und Gemeinden sehen einem traurigen Trend entgegen: Die immer älter werdende Gesellschaft schrumpft, Geschäfte schließen, kulturelle Angebote nehmen ab – das Dorf verliert an Lebendigkeit. Viele junge Menschen suchen ihre Zukunft in den Städten. Fachkräfte, die die kommunale Versorgung sicherstellen, sind schwer zu finden. Wie lässt sich dieser Trend stoppen? Und welche Rolle können dabei die Bürger selbst spielen? Darum geht es in dem deutsch-niederländischen Kooperationsprojekt „Krachtige Kernen/Starke Dörfer“ (KRAKE). Gemeinsam mit Bürgern werden Experten aus Wissenschaft und Praxis Angebote entwickeln, die auch in Zukunft tragfähig bleiben werden. Denn durch die Einbindung der Einwohner, Vereine und lokalen Initiativen soll vor allem die Fähigkeit zum Selbstmanagement gefördert werden. Alle Aktivitäten sind in insgesamt sechs Themenfeldern, den „Communities“, gebündelt. Eine dieser Communities ist im Münsterland aktiv und bindet die ServiceWelten ein: In der „Service-Community“ bauen FH Münster, Handwerkskammer Münster, Kreishandwerkerschaft Borken und HAN Partnerschaften zwischen lokalen Unternehmen und ehrenamtlich tätigen Bürgern auf, um die Versorgungsstruktur vor Ort zu sichern: zum Beispiel im Handwerk, Einzelhandel oder in der Gesundheitsversorgung. „Auf der Basis von ausgewählten Unternehmensnetzwerken unseres Vereins „ServiceWelten“ können wir durch die Verzahnung mit dem Ehrenamt und den Hochschulen neue Impulse setzen“, so Dr. Frank Kühn-Gerhard von der Handwerkskammer Münster.

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