27 Novemer 2017 ServiceWelten Einbruchschutz27. November 2017  Alle vier Minuten findet in Deutschland ein Einbruch statt. Einbrüche häufen sich vor allem in der dunklen Jahreszeit von November bis März. Ansonsten zeigt sich: die meisten Wohnungseinbrüche geschehen tagsüber – das ganze Jahr hindurch, in Ein- und Mehrfamilienhäuser, bei Familien, Singles und alleinstehenden Senioren.

Und ob an der Haustür oder am Telefon – Trickbetrüger finden gerade in älteren Menschen gezielt „beliebte“ Opfer, da sie oft alleine leben und aufgrund ihres Alters oder einer Krankheit mit gewissen Situationen überfordert sind und sich nicht energisch gegen Kriminelle wehren können.

Deshalb ist es ratsam, dass vor allem Senioren einige Verhaltenstipps beachten und für Sicherheit im Eigenheim und auch in der Mietwohnung sorgen, um die Angst vor Einbruch und Trickdiebstahl zu minimieren.

Sicherheit Zuhause – Schutz vor einem Einbruch
Um sich vor Kriminalität in den eigenen vier Wänden zu schützen, sind vor allem einbruchsichere Türen und Fenster unerlässlich. Gerade die Haustür stellt die wichtigste Barriere vor dem Einbruch dar und sollte, falls man im Eigenheim wohnt, mit einer hohen Schutzklasse (z.B. Widerstandsklasse 6) ausgestattet sein. Bei Mietwohnungen wäre ein Balkenschloss oder Panzerriegel eine Option, um die Sicherheit an der Wohnungstür zu verstärken. Beim Thema Tür kommen noch andere Sicherheitstechniken, wie z.B. ein Weitwinkel-Spion oder eine Türsprechanlage ggf. mit Videoanzeige, in Betracht. Zusätzlich empfiehlt die Polizei Haustüren mit Sperrbügeln auszustatten, so kann ein Aufstoßen der Eingangstür durch Kriminelle und Trickbetrüger verhindert werden.

Auch Fenster stellen eine Schwachstelle bei Einbrüchen dar; die Hälfte aller Einbrüche erfolgt über Fenster – diese werden heutzutage nicht mehr eingeschlagen, sondern mit einem herkömmlichen Schraubenzieher sekundenschnell geöffnet. In Mehrfamilienhäusern geschehen die meisten Wohnungseinbrüche in Parterre oder im Dachgeschoss. Zunehmend beobachtet werden aber auch Einbrüche in Wohnungen in der ersten Etage: Aufstiegshilfen, etwa zum Balkon, sind immer da, und wo Täter einen festen Stand haben, hebeln sie ein Fenster oder eine Tür auf. Fenster und Balkontüren sollten deshalb besonders geschützt werden, z.B. durch die Installation einbruchsicherer Rollläden, Fenstergitter und auch Pilzkopfverriegelungen sind wirkungsvoll und erschweren den Tätern das Aufhebeln. Auch Zusatzschlösser an beiden Seiten eines Fensters mindern die Möglichkeit des Aufhebelns; ebenso lassen sich Fenster von innen durch Teleskopstangen sichern. Auf dem ServiceWelten-Portal finden Sie Dienstleister, die Sie bei Bedarf mit Sicherheitstechnik zuhause professionell ausstatten.

Der Enkeltrick: „Rate mal, wer hier spricht?“
Auch hier ist Vorsicht geboten – eine seit Jahren beliebte Masche: Es beginnt mit einem harmlosen Anruf und am Ende verliert so manches Opfer mehrere tausend Euro. Trickbetrüger rufen gezielt bei Senioren an und geben sich als Enkel aus, der in eine „finanzielle Notlage“ geraten ist und kurzfristig „ganz dringend“ Bargeld braucht. Durch wiederholte Anrufe setzen die Betrüger ihr Opfer unter Druck und lassen ihm keine Zeit, sich mit der Familie zu beraten. Erklären sich die Opfer bereits, das Geld zu leihen, schicken die Trickbetrüger meist einen Boten, der das Geld abholen soll. Ähnlich wie der Enkeltrick „funktioniert“ auch diese Art von Betrug: Trickbetrüger geben sich als Handwerker oder Stadtwerke-Mitarbeiter aus, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und gutgläubige Menschen zu bestehlen.

So schützen sich Senioren gegen den Enkeltrick und bei Trickbetrügern:
• Seien Sie misstrauisch, wenn Sie den Anrufer erraten sollen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihrer familiären und finanziellen Situation preis.
• Halten Sie nach einem Anruf mit Geldforderungen stets mit Ihrer Familie Rücksprache.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an Fremde.
• Überweisen Sie niemals Geld auf ein unbekanntes Konto.
• Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Notrufnummer: 110
• Seien Sie auch misstrauisch bei Handwerkern und Stadtwerke-Mitarbeitern, die kündigen ihren Besuch meistens an oder können sich ggf. ausweisen. Im Zweifel bestehen Sie darauf, den Termin bzw. Besuch zu verschieben und erkundigen sich bei den Firmen.
• Es gilt auch die Devise: Machen Sie sich nicht zum Opfer der eigenen Höflichkeit. Sicherheit geht immer vor. Lassen Sie im Zweifel keine fremden Menschen in Ihr Haus oder in Ihre Wohnung.

Kostenlose Tipps zum Einbruchschutz erhalten Sie in den Beratungsstellen der Polizei und auf der Internetseite www.polizei-beratung.de können Sie Broschüren und Faltblätter kostenlos runterladen. Geben Sie einfach in das Suchfeld die Begriffe „Diebstahl“ und „Einbruchschutz“ ein und sie erhalte relevante Informationen.

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