30. Oktober 2018 Ob Kumpel mit Fell, Federn oder Flossen – viele Senioren teilen sich ihr Zuhause mit einem Haustier. Viele gute Gründe sprechen dafür, den Alltag mit einer Fellnase zu verbringen. Ganz gleich, ob Hund, Katze, Kanarienvogel oder ein Aquarium voller Fische – Haustiere wirken positiv auf unser Gemüt und unsere Gesundheit, und sie machen einfach nur Freude.

HUNDE SIND GUT FÜRS GEMÜT UND DIE GESUNDHEIT
Wissenschaftler haben sich dem Thema „Mensch und Haustier“ angenommen und herausgefunden, dass allein schon das Streicheln eines Hundes oder einer Katze den Blutdruck und den Puls senken kann. Und weil Hunde täglich raus müssen, halten sie ihre Halter im positiven Sinne auf Trab – Senioren kommen so an die frische Luft und sind regelmäßig in Bewegung, bei Wind und Wetter. Das wirkt sich positiv auf die Abwehrkräfte, den Kreislauf und das Gewicht des Hundehalters aus: Sie sind weniger anfällig für Erkältungen und andere Erkrankungen wie Bluthochdruck, benötigen weniger Medikamente. Kurzum: Hunde sind nicht nur angenehme Alltagsbegleiter, sondern auch gute Fitness- und Gesundheitstrainer.

VIERBEINER SIND KUMPEL, SEELENTRÖSTER UND KONTAKTBÖRSE
Mit einem Haustier geht es vor allem alleinstehenden Senioren besser: Durch das Tier haben sie Gesellschaft, fühlen sich weniger einsam und wieder gebraucht. Haustiere geben dem Alltag Rhythmus und Struktur: Gassi gehen, Tierchen füttern, Tierarztbesuche, Fellpflege, Käfigreinigung etc. Viele teilen ihrem Vierbeiner auch ihre Sorgen und Gefühle mit, verarbeiten Probleme besser und haben einen positiven Blick auf das Leben. Psychologen sagen: „Senioren, die sich um ein Tier kümmern, sind aktiver, leider seltener unter Depressionen und Schlafproblemen und haben mehr soziale Kontakte.“ Hunde sind gute Kontaktvermittler. Bei den täglichen Gassirunden trifft man oft auf Gleichgesinnte und kommt über den Hund leichter ins Gespräch.

HAUSTIER IM ALTER – JA ODER NEIN?
Auch wenn die Vorteile überwiegen, so muss die Anschaffung eines Haustieres gut überlegt sein. Ein Haustier zu haben bedeutet auch Verantwortung und Verpflichtung. Wir haben eine kleine Check-Liste zusammengestellt, die man vor der Anschaffung berücksichtigen sollte:
• Erlaubt mein Vermieter die Hunde- oder Katzenhaltung?
• Ist ausreichend Platz vorhanden?
• Kann ich mir das „Tierchen“ finanziell leisten? Futter, Hundesteuer, Tierarzt etc.?
• Liegen Allergien gegen Tierhaare etc. vor?
• Wer umsorgt das Haustier, falls man in Urlaub fährt?
• Wer kümmert sich im Notfall, falls man krank wird?
• Gibt es Freunde und Verwandte, die das Tier aufnehmen, falls man in ein Pflegeheim ziehen muss?

ALTERNATIVE ZUM EIGENEN TIER
Wer als Senior Tiere liebt, aber kein eigenes Tier anschaffen will, kann beispielsweise sein Tierheim als ehrenamtlicher „Gassigeher“ oder „Katzenstreichler“ im Ort unterstützen. Im Tierheim sind viele Hunde, die sich über Zuwendung, Auslauf und einen schönen Spaziergang freuen. „Katzenstreichler“ kümmern sich um scheue, schüchterne oder verängstigte Katzen, damit sie sich an den Menschen positiv gewöhnen. Auch Katzenbabys brauchen diese menschliche Zuwendung – so erhöhen sich auch die Vermittlungschancen der Tierheimkatzen.
Und, ganz wichtig: Wer die Anschaffung eines Tieres ernsthaft in Erwägung zieht, sollte ohnehin erst einmal im Tierheim schauen und ggf. dort sein „Tierchen“ adoptieren. Ein Hund selbst im Seniorenalter hätte sicherlich nichts gegen einen schönen Sofaplatz auf seine alten Tage.

 

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